Information zur Qualifikation:


Die Hippopädagogik
sieht im Pferd ein ideales Bewegungsmedium. Sie ist eine mögliche
Form des Therapeutischen
Reitens,
hat jedoch nicht nur behinderte Menschen als Zielgruppe. Durch den
Ansatz der Psychomotorik wird es möglich, Kindern, Jugendlichen,
Erwachsenen, behinderten und nicht behinderten Menschen das Pferd in
seiner ganzen Erlebnisvielfalt nahezubringen.
Um inhaltlich möglichst vielgestaltig zu sein und den hohen
Anforderungen beim hippopädagogischen Einsatz von Pferden gerecht
zu werden, findet die Qualifikation in Form eines Baukastensystems mit
mehreren Kursen bei unterschiedlicher Schwerpunktsetzung statt.
Zielgruppe: Sozialpädagogen, Psychologen,
Sonderschullehrer, Heilpädagogen, Erzieher, Krankengymnasten,
Bewegungstherapeuten,
Fachkräfte innerhalb der Reitpädagogik, die anderen Menschen,
das Pferd als vielseitig zu erfahrendes Lebewesen nahebringen wollen.
Dauer: Aufgrund des
Prozeßcharakters dieses Fortbildungsangebotes
und der Empfehlung, das Erfahrene und Erlernte zwischen den Kursen zu
Hause durch gezieltes Literaturstudium und praktische Umsetzung zu
vertiefen,
soll für das Absolvieren aller Bausteinkurse ein Zeitraum von
mindestens zwei Jahren eingeplant werden. Die Ausbildung zum/zur
Hippopädagogen/in kann auch in einem Jahr absolviert werden. Es
gibt allerdings keine zeitlichen Begrenzungen, wie schnell die
Qualifikation abgeschlossen sein sollte. Insgesamt beinhaltet die
Ausbildung Hippopädagogik 345 UE (miteingerechnet sind 100UE
für das Selbststudium und die Vorbereitung für die
Abschlusspräsentation). Die Zusatzqualifikation Psychomotorik
umfasst 200 UE/Motopädagogik.
Kooperationspartner:
Die Seiten
des Aktionskreis Psychomotorik(AKP/AKM/AKL):

Die
Seite
des
Instituts
für Bewegungsbildung und Psychomotorik
(´I´B´P) München
Ablauf:
- Während eines Wochenendes werden die
Möglichkeiten,
das Pferd motopädagogisch einzusetzen, übersichtsartig
dargestellt. - Einführungswochenende
- (3 Tage)
- Nur wer in der Lage ist, seine eigenen
Bewegungen zu
differenzieren, Entspannung bewußt herbeizuführen und
einzusetzen, kann auf Bewegungsimpulse des Pferdes adäquat
reagieren. Grundlagen dazu werden während bestimmter
Feldenkraislektionen am Boden gelegt, um später auf dem
Pferderücken weiter ausgebaut zu werden. - Feldenkrais und
Reiten - (3 Tage) .
- Das
longierte Pferd bietet
für Kinder und Reitanfänger eine hervorragende
Möglichkeiten Bewegungsabläufe auch in den schnelleren
Gangarten zu üben ohne für das Pferd verantwortlich zu
sein. Sich auf seinen Körper und die Bewegungen des Pferdes
konzentrieren zu können, setzt ein großes Vertrauen voraus
in Pferd und Longenführer. Um das zu gewährleisten
müssen
die Handgriffe des Longenführers sitzen. Sicher und kompetent
longieren lernt man im Kurs.
-
Voltigierbezogenes
Longieren - (3 Tage)
- Der/Die Hippo-AssistentInn
soll über Handwerkszeug verfügen, ein Pferd auf seine
Aufgabe vorzubereiten, es in der Arbeit zu unterstützen und auch
nach der Arbeit wieder in Balance und Gleichgewicht zu bringen. Um
das zu erreichen, benutzen wir Bodenarbeit, spezielle TTouches,
Führzügelarbeit, Akkupressur, und bewährte
Gewöhnungsübungen. Vor allem geht es aber darum, die
Wahrnehmung der Teilnehmer für die augenblicklichen
Bedürfnisse
eines Pferdes zu sensibilisieren. Den Abschluß bildet ein
kleines Kolloquium und eine kurze praktische Prüfung. - Abschlußkurs
Hippo-Assistent - (5 Tage)
Damit ist die 1. Stufe zum
Hippopädagogen erreicht
- Wir
werden feilen an der eigener Körpersicherheit,
Bewegungsdifferenzierung und Balance beim Reiten, am individuellen
Einfühlungsvermögen und der Bereitschaft sich
lösungsorientiert mit sich und dem Pferd auseinanderzusetzen.
Die Lektionen und Übungen auf den Pferden sind alle darauf
ausgerichtet, die eingesetzen Pferde lange gesund zu erhalten und sie
zu freudvollen, Mitarbeitern zu machen. Innerhalb einer kleinen
Prüfungsaufgabe wird das Gelernte noch einmal vertieft. Das
Mitbringen eigener Pferde wird empfohlen. -Balance Feeling
Timing
beim Reiten - (7 Tage)
- Ausführlich
beschäftigen werden sich die Teilnehmer
mit methodischen Prinzipien und inhaltlichen
Gestaltungsmöglichkeiten anhand unterschiedlicher Zielgruppen und
innerhalb von Rollenspielen. Dabei geht es auch um die vielen
Möglichkeiten der Kontakt- und Erlebensformen mit dem Pferd
außerhalb des Reitens. - Didaktik
und
Methodik
beim
motopädagogischen Einsatz des Pferdes - (6 Tage)
- In
der abschließenden Veranstaltung werden die Teilnehmer
angeleitet, ihre Erfahrungen und das Erlernte unter Supervision
praktisch anzuwenden. Dazu stehen unterschiedliche Zielgruppen zur
Verfügung. - Praktische
Anleitung zur Hippopädagogik -
(4 Tage) Abschlusskurs mit
Lizenzvergabe
Die Kursabfolge muß eingehalten werden. Bei der
Anmeldung zum
Balance Feeing Timing beim Reiten müssen die weiter
unten angegebenen reiterlichen Voraussetzungen erfüllt sein. Die
motopädagogische Grundausbildung kann parallel zu den
pferdebezogenen Kursen stattfinden.
Die Teilnehmerzahlen der Kurse sind begrenzt und liegen je
nach Kurs
bei
maximal 8 bis 12 Teilnehmern. Wir bitten um Verständnis, daß
wir
zur Schonung unserer Pferde auf einer Gewichtsbeschränkung von
max.
85 kg bestehen müssen.
Voraussetzungen:
-
Grundlagen
der
Motopädagogik:
200stündige
Zusatzqualifikation
Motopädagogik
/
Psychomotorik.
Als gleichwertig gilt das Motologie-Diplom oder der/die
staatlich geprüfte Motopäde/Inn. Die
motopädagogische Grundausbildung kann parallel zu den
pferdebezogenen
Kursen stattfinden. Die Lehrgangsreihe kann
bei der Akademie für
Motopädagogik und Mototherapie (Kleiner Schratweg 32, 32657 Lemgo,
Tel.: 05261/970971 +Fax.: 970972, www.dakp.de ),
beim
Weiterbildungszentrum
für
Psychomotorik/Motopädagogik
(In
der Neckarhelle 119, 69118 Heidelberg, Tel.: 06221/800309) oder
beim Institut für Bewegungsbildung und Psychomotorik
(Gröbenhüter Str. 9, 82194 Gröbenzell, Tel.:
08142/570660,http://www.ibp-psychomotorik.de)
absolviert
werden.
Informationen
über Ablauf, Termine, Kursorte
und Kosten müssen bei den Anbietern direkt angefordert werden.
- 1. Hilfe-Kurs (groß) und nicht älter als zwei
Jahre
- Reiterliche Voraussetzungen (wahlweise und
nicht älter als
acht Jahre, ansonsten Nachweis über ständige
Reitfortbildungen): DRA Klasse IV
oder WRA Klasse IV oder Deutsches Gangreitabzeichen in Bronze oder
Geländerittführer VFD.
Damit man schnell und einfach mit anderen Anbietern
vergleichen kann
gibt es eine Kostenkalkulation.
Alle Interessenten, die nicht über einen pädagogischen
Grundberuf verfügen, können trotzdem zur Qualifikation
zugelassen werden. Sie müssen nachweisbar über umfangreiche
praktische Erfahrungen im erzieherischen Bereich verfügen.
Entsprechende Unterlagen sind
beim F"BP" vorab einzureichen.
Alle pferdebezogenen Kurse finden auf der vielseitig
gestalteten
Anlage des F"BP" statt. Die neue moderne Reithalle (20x45m) bietet
optimale Ausbildungs- und Trainingsbedingungen auch bei widrigen
Wetterverhältnissen. Da der Andrang auf die Kurse
erfahrungsgemäß groß ist, empfiehlt sich eine
frühzeitige Anmeldung.
| Seit
Juni 1998 ist die |
|
beim Patentamt in München als Marke eingetragen. |
Alle Absolventen der Qualifikation erhalten die Lizenz,
die Marke
innerhalb ihrer Tätigkeit zu nutzen. Diese Maßnahme
schützt vor Mißbrauch und dient zur
Qualitätssicherung.